17.09.2026 in Verkehr von Tino Schopf

Döner statt fairer Löhne?

 

Mit einer PR-Aktion macht Bolt heute gegen ein Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagen mobil: Das Unternehmen verschenkt in Berlin 1.000 Döner und warnt vor steigenden Preisen für Fahrgäste. Ich halte diese Aktion für ziemlich daneben. Nicht, weil Bolt seine Position nicht öffentlich vertreten darf. Aber die schwierigen Arbeitsbedingungen vieler Fahrerinnen und Fahrer mit 1.000 Gratis-Dönern zur PR-Kulisse zu machen, ist eine Nebelkerze. Denn über eines spricht Bolt dabei nicht: Das Unternehmen verlangt von Mietwagenunternehmen in Berlin 30 Prozent Servicegebühr. Gleichzeitig haben Kontrollen in den vergangenen Jahren immer wieder Schwarzarbeit, fehlende Sozialabgaben und weitere Verstöße in Teilen des app-vermittelten Mietwagenmarktes aufgedeckt. Genau deshalb fordere ich ein Mindestbeförderungsentgelt. Wettbewerb darf nicht darüber funktionieren, wer Löhne, Sozialabgaben und gesetzliche Vorgaben am weitesten nach unten drückt. Faire Preise, faire Entlohnung und fairer Wettbewerb gehören zusammen. 1.000 Gratis-Döner ändern daran nichts.

 

16.09.2026 in Verkehr von Tino Schopf

"Unicorn": Dreharbeiten für Dokumentarfilm über Uber, Bolt & Co

 

Heute ging es in meinem Bürgerbüro und im Abgeordnetenhaus im wahrsten Sinne des Wortes filmreif zu: Kameras, Scheinwerfer und Mikrofone sorgten für echtes Filmset-Feeling. Der Grund: Derzeit entsteht ein 90-minütiger Dokumentarfilm über digitale Plattformanbieter wie Airbnb, Uber, Bolt und Wolt. Die deutsch-spanisch-französisch-niederländische Produktion trägt den Arbeitstitel „Unicorn“ und soll im nächsten Jahr erscheinen und auch in den USA gezeigt werden.

Bei den Dreharbeiten der Investigativ-Doku in Berlin liegt der Schwerpunkt auf den Geschäftspraktiken von Mietwagenplattformen. Dazu wurden heute ein betroffener Taxifahrer und ich interviewt. Regie führt Kelly Nyks, der bereits für einen Emmy nominiert war. Ich bin sehr gespannt auf den fertigen Film.

 

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29.07.2026 in Verkehr von Tino Schopf

Weniger Alkohol – mehr Sicherheit auf unseren Bahnhöfen

 

Ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit im Bahnverkehr: Die Vorstandsvorsitzende der DB, Evelyn Palla, hat angekündigt, dass auf Bahnsteigen künftig kein Alkohol mehr konsumiert oder in offenen Behältnissen mitgeführt werden darf. Bereits seit dem 1. Mai gilt das Verbot am Bahnhof Zoo und am Ostbahnhof. Schrittweise wird es nun auf weitere Stationen ausgeweitet – im September folgen der Hbf. und Gesundbrunnen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sicherheits- und Sauberkeitskonzepts der DB und der S-Bahn. Mobile Reinigungs- und Sicherheitskräfte sowie die Polizei sollen die neuen Regeln konsequent durchsetzen. Die bisherigen Erfahrungen sprechen für sich: Dort, wo Alkoholkonsum untersagt ist, geht auch die Gewaltkriminalität zurück. Davon profitieren alle – Fahrgäste ebenso wie die Beschäftigten bei Bahn und S-Bahn. Mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit und ein angenehmeres Umfeld im öffentlichen Nahverkehr sind ein Gewinn für alle. Mit diesem Schritt folgt die DB dem Beispiel anderer Großstädte, in denen Alkoholverbote auf Bahnhöfen bereits erfolgreich umgesetzt werden. Ich finde: Richtig so. Eine gute Entscheidung!

 

22.07.2026 in Verkehr von Tino Schopf

Mehr Orientierung im U-Bahnhof: BVG testet "PINK*Zone"

 

Hilfe schneller finden – das ist das Ziel der neuen „Pink*Zone“. Die BVG testet an fünf U-Bahnhöfen auffällige Markierungen rund um ihre Notruf- und Informationssäulen. So sollen Fahrgäste im Ernstfall auf einen Blick erkennen, wo sie Unterstützung erhalten.
Den Auftakt machen die Bahnhöfe Alexanderplatz, Kurfürstenstraße und Britz-Süd. Kurz darauf folgen Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße. Getestet werden verschiedene Farb- und Gestaltungskonzepte, die auch auf Barrierefreiheit geprüft wurden.
Über einen QR-Code können Fahrgäste ihre Eindrücke direkt an die BVG weitergeben. Das Feedback fließt in die Auswertung des Pilotprojekts ein.
Die „Pink*Zone“ ergänzt die Sicherheitsstrategie der BVG, die bereits Wirkung zeigt: Im ersten Halbjahr 2026 ging die Zahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent zurück. Mit der neuen Kennzeichnung soll der Zugang zu Hilfe jetzt noch einfacher und schneller werden.

 

Copyright notice: © BVG 

 

15.07.2026 in Verkehr von Tino Schopf

Der Urbanliner: Weltspitze auf Berliner Gleisen

 

Mit dem Urbanliner startet Berlin heute offiziell in eine neue Ära des Nahverkehrs. Die 50 Meter lange Straßenbahn des französischen Herstellers Alstom bietet Platz für 312 Fahrgäste und überzeugt mit mehr Komfort, moderner Ausstattung und besserer Barrierefreiheit.
Zunächst fahren drei Urbanliner auf der stark nachgefragten Linie M4. Bis zum Jahresende sollen dort bereits rund 15 Fahrzeuge im Einsatz sein. Insgesamt hat die BVG 65 Urbanliner bestellt, die schrittweise auch auf weiteren Linien eingesetzt werden.
Als aktuell modernste Straßenbahn der Welt steht der Urbanliner für einen leistungsfähigen, klimafreundlichen und zukunftsfähigen Nahverkehr – und für ein Berlin, das konsequent in moderne Mobilität investiert.

 

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