Für eine angemessene und zeitgemäße Erhöhung des Wohngeldes setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion ein. Vor allem die enorm gestiegenen Heizkosten sollen in die Wohngeldberechnung mit einbezogen werden. Deshalb ist sie für eine Wohngeldnovelle, die eine quadratmeterbezogene Heizkostenpauschale in Höhe von 0,65 Euro vorsieht, die Anhebung der vereinfachten Miethöchstbeträge um 10 Prozent und die Anhebung der Tabellenwerte um 10 Prozent.
Die Wohngelderhöhungen könnten dazu führen, dass rund 200.000 Haushalte von Erwerbstätigen nicht mehr auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind. Für die Betroffenen führt die Anpassung nach Berechnungen der SPD-Fraktion zu einer spürbaren Entlastung. Profitieren werden insbesondere Familien. So kann eine Berliner Familie (Ehepaar mit zwei Kindern unter 12 Jahren, Haus aus den 70ern) mit fast 75 Prozent mehr Wohngeld rechnen (maximal 191 Euro statt 110 Euro heute), eine Alleinerziehende mit einem Kind unter 12 Jahren kann ein Plus von über 55 Prozent erwarten (im Neubau statt 97 Euro künftig maximal 151 Euro) und ein alleinstehender Rentner kann fast 50 Prozent mehr Wohngeld bekommen (im Neubau statt 88 Euro maximal 130 Euro).
Die letzte Wohngeldanpassung ist mittlerweile sieben Jahre her. Seither sind nicht nur die Mieten um knapp 10 Prozent gestiegen. In den letzten Jahren sind insbesondere die Energiekosten förmlich explodiert.